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Vorsorge & Soziales

Renteneintritt, Versicherungsbeiträge, Familienleistungen und soziale Absicherung — Rechner mit den geltenden Sätzen 2026.

Die gesetzliche Rente reicht für die meisten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Wer aktuell 3.500 € brutto im Monat verdient, bekommt nach 35 Beitragsjahren rund 1.300 € gesetzliche Rente — die Lücke zum Wunsch-Lebensstandard liegt typischerweise bei 600-1.200 € pro Monat.

Berufsunfähigkeit, Krankheit, Familiengründung und Unterhaltspflichten verändern die Situation zusätzlich. Die Rechner in dieser Kategorie helfen, Beiträge, Ansprüche und Lücken auf Basis der offiziellen Werte 2026 zu kalkulieren.

Rechner in dieser Kategorie

Wichtige Begriffe und Zusammenhänge

Entgeltpunkte

Wer ein Jahr lang das Durchschnittseinkommen aller Versicherten verdient, sammelt einen Entgeltpunkt. Bei Renteneintritt wird die Summe der Punkte mit dem aktuellen Rentenwert (West 2026: 39,32 €) multipliziert.

Renteneintritt mit 67

Für Geburtsjahrgänge ab 1964 gilt der reguläre Renteneintritt mit 67. Frühere Eintritte sind mit Abschlägen möglich (0,3 % pro Vormonat = 14,4 % bei 4 Jahren früher). 45 Beitragsjahre erlauben den abschlagsfreien Bezug ab 65.

Berufsunfähigkeit

Liegt vor, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausgeübt werden kann. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht nur ein Bruchteil — eine private BU ist die Standard-Empfehlung für alle unter 60.

Düsseldorfer Tabelle

Standard für die Berechnung des Kindesunterhalts. Gestaffelt nach Einkommen des Unterhaltspflichtigen und Alter des Kindes. Mindestunterhalt 2026: 482 € (0-5 Jahre), 554 € (6-11), 649 € (12-17).

Bürgergeld-Regelbedarf

Pauschale Bedarfssätze: 563 € für Alleinstehende, 506 € für Partner, 357 € für Kinder 14-17, 390 € für 6-13 Jahre, 357 € für unter 6. Plus angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung.

Elterngeld Basis und Plus

67 % vom Netto-Einkommen vor Geburt, mindestens 300 €, maximal 1.800 €. Basis-Elterngeld bis 14 Monate, ElterngeldPlus halbiert den Betrag, läuft aber doppelt so lang. Mehrlinge erhöhen um 300 € pro weiteres Kind.

Häufig gestellte Fragen

Faustformel: 80 % des letzten Netto-Einkommens als Wunsch-Rente, davon die voraussichtliche gesetzliche Rente abziehen. Bei 3.500 € Netto-Wunsch und 1.300 € gesetzlicher Rente: 2.200 € pro Monat müssten privat geschlossen werden — dafür braucht es ca. 500.000 € Kapital bei 4 % Auszahlung.
Pflicht-Versicherte können ab 73.800 € Jahreseinkommen (2026) wechseln. Für Beamte und Selbstständige ist die PKV oft günstiger und leistungsstärker. Im Alter steigen die Beiträge — der Wechsel zurück in die GKV ist nach 55 nicht mehr möglich.
Für jeden, der seinen Lebensunterhalt vom Beruf bestreitet, lohnt sie sich — also fast für jeden zwischen 18 und 60. Akademische Berufe zahlen ab 50 € pro Monat für 2.000 € BU-Rente, handwerkliche Berufe etwa das 2-3-fache.
Netto minus berufsbedingte Aufwendungen (5 % pauschal oder belegt), minus berücksichtigungsfähige Schulden (z. B. eheprägende Kredite), minus Altersvorsorge bis 4 % des Brutto. Aus dem bereinigten Nettoeinkommen wird die Tabellenspalte ermittelt.
Für Alleinstehende ohne Unterhaltspflichten: 1.499,99 € pro Monat sind unpfändbar. Pro unterhaltsberechtigter Person erhöht sich der Freibetrag um 502,50 € für die erste, 280,00 € für jede weitere Person.
Haushalte mit geringem Einkommen, die nicht bereits Bürgergeld oder Sozialhilfe beziehen. Anspruchsgrenze hängt von Haushaltsgröße, Mietstufe (I-VII) und Bruttoeinkommen ab. Seit 2023 ist die Klimakomponente Bestandteil des Wohngelds.