Rürup-Rente für Selbstständige 2026
2 Min. Lesezeit
Die Rürup-Rente bietet Selbstständigen eine solide Altersvorsorgemöglichkeit, die insbesondere durch steuerliche Vorteile attraktiv wird. Ab 2023 sind Beiträge zur Rürup-Rente vollständig absetzbar. Wir beleuchten die Vorteile der Rürup-Rente, ihre Vererbbarkeit und vergleichen sie mit ETFs und der freiwilligen gesetzlichen Rentenversicherung (GRV).
Steuerliche Vorteile der Rürup-Rente
Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, bietet Selbstständigen attraktive steuerliche Vorteile. Laut §10 EStG können Beiträge zur Rürup-Rente seit 2023 zu 100 % als Sonderausgaben abgesetzt werden. Dies bedeutet, dass Selbstständige, die jährlich 10.000 € in ihre Rürup-Rente investieren, diese volle Summe von ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen können. Damit reduziert sich die Steuerlast erheblich. Diese steuerlichen Vorteile machen die Rürup-Rente insbesondere für Selbstständige attraktiv, die eine hohe Steuerbelastung haben. Angesichts dieser Absetzbarkeit ist die Rürup-Rente eine besonders spannende Option für die Altersvorsorge.
Lebenslange Rente und Vererbbarkeit
Ein bedeutender Vorteil der Rürup-Rente ist die lebenslange Rentenzahlung. Ab Rentenbeginn erhalten Versicherte eine garantierte Rente bis zum Lebensende. Allerdings ist die Rürup-Rente nicht ohne Weiteres vererbbar. Nur durch den Einschluss von Zusatzoptionen, wie einer Hinterbliebenenrente, können Ehepartner oder Kinder im Todesfall profitieren. Diese Optionen sind allerdings häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden. Trotz dieser Einschränkungen bleibt die Sicherheit einer lebenslangen Rente ein wichtiger Entscheidungsfaktor für viele Selbstständige.
💡 Lust auf eine konkrete Zahl?
Jetzt rentenrechner-Rechner öffnen→Vergleich mit ETFs als Altersvorsorge
ETFs bieten eine flexible und potenziell renditestarke Möglichkeit zur Altersvorsorge, sind aber mit Risiken verbunden. Im Gegensatz zur Rürup-Rente, bei der die Rentenzahlungen garantiert sind, hängt die Rendite von ETFs von der Marktentwicklung ab. Während bei der Rürup-Rente Beiträge steuerlich absetzbar sind, profitieren ETF-Sparer von der Abgeltungssteuer. Bei durchschnittlichen Renditen von 5 % könnten ETFs theoretisch höhere Auszahlungen bieten, jedoch ohne die Sicherheit einer garantierten Rente, wie sie die Rürup-Rente bietet.
Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung (GRV) im Vergleich
Selbstständige können auch freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Im Vergleich zur Rürup-Rente bietet die GRV im Alter eine garantierte Grundsicherung, allerdings sind Beiträge nicht voll absetzbar. Beispielsweise beträgt der aktuelle Beitragssatz 18,6 % auf bis zu 90.000 € Jahreseinkommen. Für einen Selbstständigen, der 40.000 € jährlich verdient, bedeutet das etwa 7.440 € Beitrag im Jahr – jedoch bei geringeren Steuervorteilen als bei der Rürup-Rente. Die GRV kann durch Anrechenbarkeit von Kindererziehungszeiten und Erwerbsminderungsrenten überzeugen, bleibt jedoch in puncto steuerlicher Absetzbarkeit hinter der Rürup-Rente zurück.
Passender Rechner: Jetzt berechnen →