Private Altersvorsorge — So schließen Sie die Rentenlücke
7. April 2026
Die gesetzliche Rente wird für die meisten nicht reichen. Wer heute 3.000 € netto verdient, bekommt als Rente nur etwa 1.500 € — vor Steuern. Die Rentenlücke von 1.500 € monatlich muss privat geschlossen werden. Je früher Sie anfangen, desto leichter ist es.
Wie groß ist Ihre Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem heutigen Nettoeinkommen und der erwarteten gesetzlichen Rente. Faustregel: Die gesetzliche Rente ersetzt etwa 48 % des letzten Bruttogehalts — Tendenz sinkend. Bei 3.500 € brutto sind das ca. 1.680 € Rente (vor Steuern und Krankenversicherung). Netto bleiben davon etwa 1.400 €. Wenn Sie 2.500 € zum Leben brauchen, fehlen monatlich 1.100 €. Berechnen Sie Ihre persönliche Rentenlücke mit unserem Rentenrechner.
ETF-Sparplan — der effizienteste Weg
Ein breit gestreuter ETF-Sparplan (z.B. auf den MSCI World) bietet langfristig die höchste Rendite bei vertretbarem Risiko: historisch 7–9 % pro Jahr im Durchschnitt. Bei 300 € monatlich über 30 Jahre ergibt das ca. 365.000 € Vermögen. Daraus können Sie sich im Alter monatlich ca. 1.200 € entnehmen — über 30 Jahre. Depots bei Neo-Brokern wie Trade Republic oder Scalable Capital sind kostenlos.
Betriebliche Altersvorsorge
Falls Ihr Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit Zuschuss anbietet, sollten Sie diese nutzen. Der Arbeitgeber muss mindestens 15 % Zuschuss auf die Entgeltumwandlung geben. Die Beiträge sind bis 302 € monatlich steuer- und sozialversicherungsfrei. Nachteil: Die Auszahlung ist im Alter voll steuerpflichtig und krankenversicherungspflichtig.
Riester und Rürup — für wen lohnt es sich?
Riester lohnt sich vor allem für Familien (300 € Kinderzulage pro Kind) und Geringverdiener (175 € Grundzulage bei 60 € Mindestbeitrag). Für Gutverdiener ohne Kinder ist die Rendite oft mager. Rürup (Basisrente) lohnt sich für Selbstständige und Gutverdiener: Beiträge bis 27.566 € (2026) sind steuerlich absetzbar. Die Auszahlung erfolgt als lebenslange Rente.
Die richtige Strategie nach Alter
20–35 Jahre: Voll auf ETF-Sparplan setzen — Sie haben 30+ Jahre Zeit, Schwankungen auszusitzen. Mindestens 15 % vom Netto investieren. 35–50 Jahre: ETF-Sparplan fortführen, bAV mitnehmen wenn Arbeitgeber zuzahlt. Riester prüfen wenn Kinder da sind. 50–65 Jahre: Schrittweise sicherer werden — Anleihen-Anteil erhöhen. Rürup kann steuerlich attraktiv sein. Immobilie bis Renteneintritt abbezahlt haben.
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