PKV oder GKV? So entscheiden Sie richtig 2026
11. April 2026
Die Entscheidung zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) hat langfristige finanzielle Folgen. Wir erklären die Unterschiede, Voraussetzungen und für wen sich die PKV wirklich lohnt.
Wer darf in die PKV wechseln?
Angestellte dürfen in die PKV, wenn ihr Bruttojahresgehalt die Versicherungspflichtgrenze von 73.800 € (2026) überschreitet — und zwar ein ganzes Kalenderjahr lang. Selbstständige und Beamte können unabhängig vom Einkommen in die PKV wechseln. Beamte erhalten Beihilfe vom Dienstherrn und versichern nur den Restanteil privat, was die PKV besonders günstig macht.
PKV vs. GKV — die wichtigsten Unterschiede
Beitragsberechnung: Die GKV berechnet Beiträge nach Einkommen (14,6% + Zusatzbeitrag). Die PKV kalkuliert nach Alter, Gesundheit und Leistungsumfang — unabhängig vom Einkommen. Leistungen: Die GKV bietet einen gesetzlichen Leistungskatalog. Die PKV ermöglicht individuelle Tarife mit Chefarztbehandlung, Einbettzimmer und Zahnersatz. Familienversicherung: In der GKV sind Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner kostenlos mitversichert. In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag.
Wann lohnt sich die PKV finanziell?
Die PKV lohnt sich vor allem für: Gutverdiener ohne Kinder (niedriger Einstiegstarif, keine Familienversicherung nötig), Beamte (Beihilfe deckt 50-80%), Selbstständige mit stabilem Einkommen. Weniger geeignet ist die PKV für Familien mit vielen Kindern, Angestellte knapp über der Pflichtgrenze und Personen mit Vorerkrankungen. Nutzen Sie unseren PKV Rechner für einen individuellen Vergleich.
Beitragsentwicklung im Alter
PKV-Beiträge steigen im Alter — das ist der größte Nachteil. Moderne Tarife bilden Altersrückstellungen, die den Anstieg abfedern. Trotzdem sollten Sie mit Beitragssteigerungen von 2-3% pro Jahr rechnen. Ein Wechsel zurück in die GKV ist ab 55 nahezu unmöglich. Tipp: Wählen Sie einen Tarif mit hoher Selbstbeteiligung (z.B. 600 €/Jahr), um die Beiträge niedrig zu halten.
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