Anschlussfinanzierung 2026: Ist ein Forward-Darlehen sinnvoll?
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Die Wahl der passenden Anschlussfinanzierung ist entscheidend für Ihre langfristige Finanzplanung. Ein Forward-Darlehen bietet die Möglichkeit, Zinssicherheit für die Zukunft zu erlangen, jedoch zu welchem Preis? Dieser Ratgeber beleuchtet Vor- und Nachteile eines Forward-Darlehens, insbesondere bei einer Vorlaufzeit von 36 Monaten.
Warum ein Forward-Darlehen in Betracht ziehen?
Ein Forward-Darlehen erlaubt die Festschreibung aktueller Zinsen für eine zukünftige Anschlussfinanzierung. Dies kann besonders vorteilhaft bei steigendem Zinsumfeld sein. Der Sicherungszeitraum von bis zu 60 Monaten ermöglicht es Ihnen, die Bedingungen für Ihre Finanzierung bereits heute zu sichern. Ein solcher Vorlauf kann helfen, finanzielle Planbarkeit zu schaffen, jedoch ist zu beachten, dass Banken für die Zinsfestschreibung einen sogenannten "Zinsaufschlag" erheben. Im Durchschnitt beläuft sich dieser Aufschlag auf 0,02 % pro Monat der Vorlaufzeit. Somit könnte ein 36-monatiges Forward-Darlehen einen Aufschlag von etwa 0,72 % mit sich bringen.
Kosten gegen Sicherheiten abwägen
Die Entscheidung für ein Forward-Darlehen ist eine Abwägung zwischen Kosten und dem Sicherheitsgewinn durch festgeschriebene Zinsen. Beispielsweise könnte bei einem Darlehensbetrag von 200.000 € und einem angenommenen Basiszinssatz von 3,5 % der Zinsaufschlag für 36 Monate zu einer effektiven Zinserhöhung auf 4,22 % führen. Während dies höhere Gesamtkosten verursacht, vermeiden Sie das Risiko eines weiteren Zinsanstiegs. Diese Entscheidung sollte immer im Kontext der zukünftigen Zinsprognosen und Ihrer individuellen finanziellen Lage getroffen werden.
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Nach § 489 BGB haben Darlehensnehmer das Recht, Immobilienkredite nach einer Laufzeit von zehn Jahren und einer Frist von sechs Monaten zu kündigen. Dieses Sonderkündigungsrecht ermöglicht Flexibilität bei der Anschlussfinanzierung. Im Szenario steigender Zinsen könnte ein Wechsel des Kreditgebers oder eine Prolongation zu besseren Konditionen vorteilhaft sein. Planen Sie Ihre Verträge entsprechend, um beim Zinswechsel flexibel reagieren zu können.
Prolongation oder Wechsel: Was ist besser?
Bei der Entscheidung zwischen Prolongation und Wechsel sollte geprüft werden, ob die bestehende Bank Ihnen konkurrenzfähige Konditionen anbieten kann. Eine Prolongation ist meist unkomplizierter, da keine Bonitätsprüfung erneut erfolgen muss. Doch Banken gewähren nicht immer die besten Bedingungen. Ein Wechsel zu einem neuen Anbieter könnte bei attraktiveren Zinsangeboten immense Einsparungen bringen. Zum Beispiel könnte schon eine Zinsdifferenz von 0,2 % bei einem Kreditvolumen von 200.000 € über zehn Jahre eine Ersparnis von rund 4.000 € erzielen.
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